Porto

Auf unser nächstes Etappenziel freuen wir uns schon länger: Porto und das Duoro Tal, die Heimat des Portweins. Von Baiona aus ist es eine Tagesfahrt, wir starten in den frühen Morgenstunden mit dem ersten Tageslicht. Die Bucht von Baiona ist voll mit kleinen Booten, der gesamte Ort scheint angeln zu sein. Wir schlängeln uns zusammen mit 4-5 weiteren Segelbooten zwischen den Anglern durch.

Kaum sind wir aus der Bucht raus, rollt eine unangenehme Dünung vom Atlantik heran die uns durchschaukelt – zum Frühstück verzichten wir lieber auf den Kaffee… Der Wind weht eher schwach, wir segeln unter Gennaker gemächlich mit 5kn nach Süden. Statt wie geplant am frühen Abend kommen wir erst nach Einbruch der Dunkelheit in Leixeos, etwas nördlich von Porto, an.

Am nächsten Morgen melden wir uns beim Hafenmeister an und dann geht’s auch schon los in Richtung Innenstadt. Das Taxi setzt uns etwas oberhalb der Altstadt in einem Wohn- und Geschäftsviertel ab und wir steuern erst einmal das nächste Café an, um einen Kaffee zu trinken und das schöne Wetter zu genießen. Danach laufen wir einfach mal los in Richtung Altstadt und lassen uns treiben. Wir genießen das Flair, die Fliesen an den Fassaden der Häuser, das Treiben am Fluss, die engen Gassen und vielen Cafés… Porto überrascht uns an jeder Straßenecke aufs Neue und wird innerhalb weniger Stunden eine unserer Lieblingsstädte.

An unserem ersten Tag in Porto zählt die Fitnessuhr am Ende über 20.000 Schritte und 60 Stockwerke, Porto ist an einem Hang gebaut. Wir setzen uns am späten Nachmittag müde und überwältigt an das Ufer des Douro Flusses und genießen bei Live Musik einen gekühlten Vino Verde. Unser Blick geht dabei auf die Brücke „Ponte Luís I“, welche die Altstadt mit der Neustadt verbindet und eines der Wahrzeichen der Stadt ist. Morgen wollen wir auf die Brücke hoch und auf die andere Flussseite, zu den Portwein-Kellereien.

Am Abend sitzen wir dann noch auf einem der unzähligen kleinen Plätze in der Altstadt, genießen ein wirklich leckeres Abendessen, Portwein-Tiramisu, guten Wein und Live Musik, bevor wir spätabends müde in die Koje krabbeln.

Unser zweiter Tag in Porto beginnt mit einem langen Spaziergang am Strand entlang bis in den Bezirk Foz, an der Mündung des Duoro. Von hier kann man mit einer historischen Tram der Linie 1 in die Innenstadt fahren. Die Bahn rumpelt ab Foz immer am Duoro entlang bis in die Altstadt, der Ausblick ist grandios und die Fahrt ein echtes Erlebnis!

In der Altstadt angekommen nehmen wir die unzähligen Treppenstufen und schrägen Gassen in Angriff, die bis auf die Ponte Luis I hochführen. Oben angekommen, müssen wir erst einmal verschnaufen, wobei der Ausblick auf die Stadt und den Fluss jede Mühe wert sind. Wir können uns gar nicht satt sehen!

Am anderen Flussufer führen dann wieder unzählige Treppenstufen und Gassen hinab zum Flussufer der Vila Nova, wo die Portwein-Kellereien ihren Sitz haben. Alte Holzkähne liegen am Ufer vertäut, früher wurden hiermit die Fässer aus dem flussaufwärts gelegenen Duoro-Tal nach Porto verschifft. Stilecht gönnen wir uns am Flussufer ein Gläschen Portwein, bevor es zurück zum Boot geht.

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