Unser Dinghi

Unser Dinghi ist vor Anker unser Haupttransportmittel, wir nutzen es, um andere Boote zu besuchen, zum Kitesurfen oder spazieren an den Strand zu fahren, zum Einkaufen usw. In den letzten Jahren gab es an Bord der KISS ein aufblasbares Dinghi aus PVC mit einem ebenfalls aufblasbaren Boden und einem kleinen 5 PS Viertakt-Außenborder. Für den Urlaubstörn in Nord- und Ostsee völlig ausreichend, für Langfahrt erschien es uns nur bedingt geeignet.

Bei der Auswahl eines neuen (gebrauchten) Dinghis waren die folgenden Kriterien für uns relevant:

Festrumpfboden: das Fahrverhalten ist sehr viel angenehmer, das Beiboot „wackelt“ weniger. Außerdem kann der Boden nicht so schnell kaputt gehen, was gerade bei Muscheln, Steinen etc. am Strand definitiv ein Thema ist.

Hypalon statt PVC als Material für die Schläuche: die Sonne bekommt auf Dauer einfach alles kaputt, Hypalon ist hierbei aber deutlich langlebiger als PVC.

Länge: da wir das Dinghi am Geräteträger achtern zwischen den Rümpfen stauen, ist die Gesamtlänge durch den Abstand der Rümpfe zueinander begrenzt. Zu klein sollte es natürlich auch nicht werden, Einkäufe, Kite-/Tauch-Equipment oder Freunde und Familie sollen ja schließlich auch Platz finden.

Gewicht: je schwerer das Beiboot, desto schwieriger wird das Handling am Strand bzw. das Hochziehen am Geräteträger. Das Beiboot sollte aus unserer Sicht auch durch eine Person gut nutzbar sein.

Außerdem war uns ein ausreichend dimensionierter Außenborder wichtig, gerne auch ein 2-Takter, da diese leichter und unempfindlicher sind.

Unsere Suche endete mit einer Kleinanzeige, in der ein gebrauchtes 2,7m Dinghy aus Hypalon mit Festrumpfboden aus GFK und einem 15 PS 2-Takt Außenborder nur 20 Autominuten von Bremen entfernt angeboten wurde. Glück muss man einfach auch mal haben! Das Boot ist ein Caribe C9 und der Außenborder ist der wohl weltweit meistverwendete Yamaha 15 PS.

Das Beiboot wiegt inkl. Außenborder ca. 90kg (exkl. externer Benzintank) und lässt sich durch eine Person sehr gut am Geräteträger hochziehen. Am Strand lässt sich das Beiboot mit den dazugehörigen Strandrädern auch durch eine Person gut hochziehen, wenn der Sandboden fest ist. Bei weichem Sand ist es etwas anstrengender, geht aber zu zweit auch noch gut.

Der Außenborder funktioniert bislang sehr zuverlässig, eine erste Testfahrt auf der Weser ergab über 20kn Gleitfahrt, obwohl wir zu zweit im Boot saßen. Für längere Strecken sehr schön, größtenteils nutzen wir aber die 15PS gar nicht voll aus.

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